Rom, Florenz, Venedig – ganz viele Italienreisende und Pilger haben diese Orte schon für sich entdeckt und erlebt. Was aber abseits der üblichen Routen liegt ist der verborgene Schatz der alten weströmischen Kirche und eine Mutter byzantinischer Kunst: Ravenna. Die Stadt mit ihren acht (!) Welterbestätten nimmt uns mit in das 5. – 8. Jahrhundert, wo Ravenna die Hauptstadt der römischen Welt war. Dass diese Kirchen und Mausoleen die Jahrhunderte überdauert haben, lag schlicht daran, dass der Hafen versandete und die Stadt in Vergessenheit geriet.
Die Basilika San Vitale, Vorbild des Aachener Doms, das winzige Mausoleum der Galla Placidia, über und über mit altkirchlichen Mosaiken geschmückt, die Baptisterien und Kirchen, das Grabmal Dantes: all das entfaltet sich in nuce zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk.
Wir wohnen auf unserer Fahrt in einem abgelegenen Dörflein im Apennin, das man kaum auf Maps findet: Portico di Romagna, mit 400 Einwohnern und einer romanischen Brücke, die schon Dante sah. In einem alten Konvent „Il vecchio convento“ verwöhnt uns Marisa, die Seniorchefin, und ihre Familie. Damit die Pasta gut schmecken, lernen wir sie zuzubereiten.
Der Tag wird durch Tagzeitgebete strukturiert. Einführende Vorträge durch Karsten Paetzmann über die Spätantike und Sigurd Rink über Kunst und Architektur in Ravenna anhand der einzigartigen Mosaike bereichern die Tage. In Ravenna selbst steht uns ein ortskundiger Guide zur Verfügung.