Veranstaltung

Wirtschaftspolitisches Forum: Wer bezahlt für den Frieden?

 
Frankfurt
Gesellschaft

Lange konnte Deutschland davon profitieren, dass es unter dem nordatlantischen Schutzschirm stand und seine Zurückhaltung gegenüber militärischen Ausgaben aufgrund seiner Geschichte auf Verständnis traf. Doch die Zeiten der Friedensdividende für Deutschland sind vorbei. Die veränderte Weltlage erfordert einen höheren politischen und finanziellen Einsatz der Bundesrepublik. Und das ausgerechnet zu Zeiten, in denen die deutsche Wirtschaft schwächelt und die Exportnation an ihre Grenzen gelangt. Das Geld, das für die Friedenssicherung (oder Verteidigungsfähigkeit) in Europa aufgebracht werden muss, wird den öffentlichen Haushalten fehlen. Bis zu 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts jährlich werden benötigt, um die erhöhten Ausgaben für Bundeswehr, Auslandseinsätze, Rüstungsgüter, Zivilschutz und Katastrophenschutz zu decken. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird die Frage diskutuert, wer die Rechnung für die Kosten zahlen muss. Die Steuerzahler über Steuererhöhungen? Oder künftige Generationen über den Schuldendienst? Kontrovers gesehen werden auch die Umverteilungen, zu denen die öffentlichen Haushalte gezwungen sein werden. Geraten die Sozialhaushalte unter zusätzlichen Druck? Gefährdet dies den Sozialstaat?

Es diskutieren: Prof. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Finanzwirtschaft“, ZEW Mannheim, apl. Professor für Volkswirtschaftslehre Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Prof. Dr. Carsten Kühl, langjähriger Direktor des Deutschen Instituts für Urbanistik, ehem. Finanzminister in Rheinland-Pfalz (SPD), Honorarprofessor, Hochschule für Verwaltung, Speyer
Isabel Schnitzler, Stadtverordnete, Frankfurt, Europabeauftragte FDP Frankfurt und FDP Hessen, Vorsitzende Fachausschuss Europa und Internationales, Rechtsanwältin

 

Moderation: Antje Erhard, Wirtschaftsjournalistin

 

Das wirtschaftspolitischen Forum ist eine Kooperationsveranstaltung von der Evangelischen Akademie Frankfurt, mit der Evangelischen Bank und dem Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (aeu)   

Den Link zur Anmeldung finden Sie hier 

Grafik AEU Kreis
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